Katholische Pfarrgemeinde Sankt Margareta Neunkirchen-Seelscheid, Erzbistum Köln
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Adolph Kolping

Am 8. Dezember 1813 wurde Adolph Kolping in Kerpen, einer Kleinstadt in der Nähe von Köln, geboren. Kolping war das vierte von fünf Kindern der Eheleute Peter Kolping (Schäfer und Kleinlandwirt) und Anna Maria, geborene Zurheiden. Die wirtschaftliche Situation seines Elternhauses kennzeichnete Kolping selbst mit dem Hinweis, daß der ganze Reichtum der Familie in einer zahlreichen Kinderschar bestanden habe. Bei aller Dürftigkeit der häuslichen Verhältnisse war das Familienleben jedoch glücklich und harmonisch, von Liebe erfüllt und durch Zufriedenheit gekennzeichnet, wurzelnd in tiefer Religiösität.

In den Jahren 1820 bis 1826 besuchte er regelmäßig die heimatliche Schule. Regelmäßiger Schulbesuch für die Kinder der Landbevölkerung war in jener Zeit keineswegs eine Selbstverständlichkeit. In diesen Jahren wurde in Kolping der Wunsch nach höherer Bildung geweckt. Die Familie war aber nicht in der Lage, die finanzielle Belastung zu tragen. Wohl oder übel mußte sich Kolping entschließen, einen Beruf zu erlernen. Er wurde Schuhmacher, arbeitete drei Jahre als Lehrling in seinem Heimatdorf und anschließend noch sieben Jahre als Geselle in verschiedenen Orten, zuletzt in Köln. In den zehn Jahren seines Handwerkerslebens lernte Kolping die Situation des Handwerkes sehr genau kennen.

Wie ernst es ihm übrigens mit dem Entschluß zur Aufgabe des bisherigen Lebens war, wird beispielhaft an der Tatsache deutlich, daß er das Angebot seines Kölner Meisters ausschlug, die einzige Tochter zu heiraten und die Werkstatt zu übernehmen.

Nach intensiven Vorbereitungen, speziell Latein, wurde Kolping im Herbst 1837 in die Tertia des Kölner Marzellen-Gymnasiums aufgenommen. In nur dreieinhalb Jahren absolvierte er den Gymnasialkurs. Im Frühjahr 1841 bestand Adolph Kolping das Abitur. In Kolping reifte der Wunsch Priester zu werden. Er konnte nun relativ sorgenfrei sein Theologiestudium beginnen, nachdem sich eine Wohltäterin gefunden hatte, die für die Sicherung des Lebensunterhaltes aufkommen wollte. Er wählte die damals führende Universität Deutschlands in München. Im Herbst 1842 verließ er München, um in Bonn sein Studium fortzusetzen. Das letzte Jahr seiner theologischen Ausbildung verbrachte Kolping im Kölner Priesterseminar. Am 13. April 1845 empfing er in der Minoritenkirche in Köln die Priesterweihe. Adolph Kolping starb am 4. Dezember 1865. Seine Grabstätte ist in der Minoritenkirche in Köln.
(Quellenangabe: Michael Hanke "Sozialer Wandel durch Veränderung des Menschen" - Verlag Klaus Hesse)

Durch seine religiös-soziale Arbeit für die arbeitende Jugend wurde er einer der bedeutendsten Sozialpädagogen und Sozialreformer des vorigen Jahrhunderts. Seine Gründung, das Kolpingwerk, arbeitet auch heute noch in vielen Ländern an der Verwirklichung der Ideen Kolpings. Die Neubesinnung der Menschen auf die Werte der Religion, der Familie, des Berufes und des Staates war das Programm Kolpings. Diesem Anliegen widmete er auch seine umfangreiche schriftstellerische Arbeit, die ihn als einen großen Volkserzieher ausweist. Die Seligsprechung Adolph Kolpings durch Papst Johannes Paul II fand am 27. Oktober 1991 in Rom statt.